Heinz Ditsch präsentiert:



Di. 10. Mai  mnozil brass (OÖ)


Thomas Gansch: trumpet, vocals
Robert Rother: trumpet, fluegelhorn, vocals
Roman Rindberger: trumpet, vocals
Leonhard Paul: trombone, bass trumpet, vocals
Gerhard Füssl: trombone, vocals
Zoltan Kiss: trombone, vocals
Wilfried Brandstötter: tuba, vocals

 
Mnozial Brass reißt beim Konzert in der vollbesetzten Wehrer Stadthalle mehr als 600 Zuschauer von ihren Stühlen Gnadenlos virtuoses Musikkabarett zauberte „Mnozil Brass“ auf die Bühne der Wehrer Stadthalle und begeisterte das Publikum.

Wohl selten hat ein Geburtstagskind seinem eigenen Geschenk so entgegengefiebert, wie der Musikverein 1860 Rickenbach im Rahmen seines 150. Jubiläumsjahres. Am Samstagabend war es endlich soweit: Das Spektakel mit „Mnozil Brass“ nahm in der Wehrer Stadthalle seinen Lauf. „Das wird der absolute Hammer“, versprach Vorsitzender Christian Kaeser eingangs des Konzerts – und übertrieb damit kein bisschen.

„Mnozil Brass“ – das lässt sich eigentlich gar nicht beschreiben. „Mnozil Brass“ muss man gesehen, gehört und erlebt haben. Was die sieben total verrückten Vollblutmusiker an Emotionen in ihrem Publikum wecken, ist schlichtweg unglaublich. Kein Ton ist ihnen zu hoch, keine Lippe zu heiß, keine Musik zu minder. Kein Wunder, dass die Karten im Vorverkauf wie warme Semmeln über den Ladentisch gingen. Mehr als 600 Gäste wollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen, denn das Bläserensemble ist längst nicht nur ein Bläserensemble. Vielmehr birgt es begnadete Musiker, begabte Sänger, vollendete Schauspieler, humorvolle Komödian ten, geheimnisvolle Magier und noch dazu faszinierende Akrobaten, die getreu ihrem neuen Programm „Magic Moments“ auf der Bühne zaubern und verzaubern. Ihr Repertoire ist so bunt wie sie selbst schrill sind: Mit verrückten Motiv-Krawatten, knallroter Hose oder verstaubtem Karo-Jacket agieren sie, vereinen Spaß, Klamauk und Ironie zu einem wunderbaren Ganzen.

Wer Mnozil Brass bis dato noch nicht kannte, erlag ihrem schauspielerischen Charme sofort. Den koketten Unschuldsblicken, den schlurfenden Schritten, den verdrehten Beinen, der ungeheuren Komik – ihrem pantomimischen Spielvermögen. Es fällt kein einziges Wort, aber das braucht es auch nicht. Musiker und Publikum verstehen sich auf Anhieb. Und dann die musikalische Seite: Bevor die österreichische Ausnahmeformation die Bühne betritt ist sie leer, gähnend leer. Virtuosen brauchen eben kein Bühnenbild. Keinerlei elektronischer Schnick-Schnack, keine Lautsprecher, keine Verstärker, nichts, rein gar nichts weist auf den grandiosen, mitreißenden Brass-Sound hin, der die Menschen in der Stadthalle nur kurze Zeit später von den Stühlen holt. Das gleicht einem Feuerwerk, dargeboten von absoluten Weltklasse-Musikern, deren furioses Spiel auf Trompete, Tuba, Flügelhorn oder Posaune die Wände wackeln lässt.

Mnozil Brass zeigt, was so ein Blechblasinstrument hergeben kann, bläst einem die Klänge um die Ohren, dass es nur so kracht und badet im immer wieder aufbrausenden Applaus eines rundum begeisterten Publikums, das bei solch zart-romantischen Weisen wie „My way“ urplötzlich innehält. Jetzt wäre die fallende Stecknadel zu hören, so konzentriert und andächtig lauschen sie, geben sich mit allen Sinnen dem vollendeten Spiel hin, dem Gänsehaut-Feeling, den Emotionen, die sich am Ende in tosendem Beifall entladen, in purer Begeisterung, in Standing Ovations, in La-Ola-Wellen. Meine Güte, welch gnadenlos virtuoses Musikkabarett, welch ein fantastisches Geburtstagsgeschenk. (Südkurier, 2010)


 


 

 

Mi. 11. Mai  Holstuonarmusigbigbandclub (Vbg)

Andreas Broger: saxophone, clarinet, flute, vocals
Bartholomäus Natter: trumpet, fluegelhorn, vocals
Johannes Bär: tenor horn, tuba, trombone, vocals
Philipp Lingg: accordion, guitar, vocals
Stefan Bär: tuba, tenor horn, vocals


  Was ist das? Volksmusik? Pop? Jazz? Weltmusik? Man weiß es nicht. Keiner, der die fünf Vorarlberger gehört hat, wird eine zweifelsfreie Einteilung vornehmen können. Und die werten Herrschaften wehren sich bislang erfolgreich dagegen, schubladisiert zu werden. Ein HMBC-Konzert soll ein Erlebnis sein. Ein Beutezug durch die musikalische Wildnis – vom Mississippi-Delta bis zu den Gipfeln der Karawanken ist kaum ein Musikstück davor sicher, durch den musikalischen Fleischwolf gedreht zu werden. Was das Publikum sonst erwartet, wissen die Musiker meistens selber nicht. Erwarten Sie das Unerwartete! (Pressetext)
Eintritt 25 ,- Euro



Do. 12.Mai Broadlahn (Stmk)

Ernst Huber: vocals, guitar, harmonica
Philipp Rottensteiner: vocals, violin, mandoline
Josef Ofner: vocals, guitar
Reinhard Grube: saxophone, clarinet, flute, piano
Franz Schmuck: drums, percussion, marimba, vocals
Christian Seiner: bass, vocals, human beatbox
  Noch lange bevor der Begriff der „Neuen Volksmusik“ hierzulande Verwendung gefunden hat, war es die Formation Broadlahn, die Anfang der 80er-Jahre mit der Verknüpfung von Jazz, Ethno und traditioneller Volksmusik begann. Die sechs Musiker aus der Steiermark sind in ihrem Schaffen stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, verschiedene musikalische Welten unter einem gemeinsamen Hut zu vereinigen. Am 24. Juli ist die Truppe im Zelt am See in Altaussee zu Gast. Broadlahn zählen zu den Pionieren der modernen Weltmusik. Die 1982 gegründete Gruppe war schon immer für ihre Offenheit gegenüber den unterschiedlichsten Strömungen bekannt. Schon früh erfüllte die experimentierfreudigen Musiker der Drang, über den genredefinierten Tellerrand hinaus hinauszublicken und neue Wege zu beschreiten. In ihrer Musik agiert die Band vollkommen frei von Konventionen. Ihr ausgeprägtes Interesse an fremden Klangtraditionen ließ die sechsköpfige Formation in verschiedene musikalische Welten eintauchen und Stile, die sonst wenig miteinander zu tun haben, verschmelzen. Das Ergebnis sind spannende musikalische Neuentdeckungen, die sich an den Schnittstellen der einzelnen Genres bewegen und sich so jeglicher Schubladisierung erfolgreich widersetzen. Ihre Musik alleine auf den Begriff „Neue Volksmusik" zu reduzieren, wäre aber ein wenig zu kurz gegriffen. Selber bezeichnen Broadlahn ihren Stil als "Alpine Ethnomusik". Als Ausgangspunkt dient die österreichische Volksmusik in all ihren Facetten. Diese wird gekonnt mit Klängen aus dem afrikanischen und asiatischen Raum versetzt. Elemente aus dem Jazz sorgen zudem für eine zusätzliche Erweiterung des Soundspektrums. So multikulturell Broadlahn musikalisch agiert, so bodenständig gibt sie sich textlich. Die Musiker erzählen Geschichten über die Heimat und über die Menschen, mit denen sie leben oder aufgewachsen sind. Der Begriff Heimat ist für die Gruppe allerdings nicht national besetzt, sondern wird überaus weltoffen interpretiert. Das Ziel von Josef Ofner, Ernst Huber, Christian Seiner, Reinhard Grube, Franz Schmuck und Philipp Rottensteiner ist es, die volkstümliche Musik von herkömmlichen und althergebrachten Klischees zu befreien und sie in einem ganz neuen und zeitgemäßen Gewand erstrahlen zu lassen. Und dieses ist bunt und facettenreich. (MICA)

 


Beginn: 20:30

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